03.09.2019
Freie Wähler verzeichnen Zulauf

Maria Scharlach als Kreisvorsitzende wiedergewählt Marzling. Mit einer frisch gekürten Vorstandsriege nehmen die Freien Wähler im Landkreis die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen 2020 in Angriff. Bei der Hauptversammlung in Marzling wurde Maria Scharlach aus Mauern einstimmig als Vorsitzende des Kreisverbandes ebenso im Amt bestätigt wie Benno Zierer, der die Kreisvereinigung führt. Scharlachs Stellvertreter bleibt Rainer Schneider, der Fraktionschef im Kreistag und Vizepräsident des Bezirkstags von Oberbayern ist. Die Kasse führt weiter Sonja Kieslinger aus Kranzberg. Als Schriftführerin wurde Stephanie Pflügler aus Neufahrn neu gewählt. Kassenprüfer sind Marianne Heigl und Hans-Jürgen Reinartz. In ihrem Rechenschaftsbericht konnte Maria Scharlach vermelden, dass sich in den letzten Wochen zahlreiche Neumitglieder den Freien Wählern angeschlossen haben. Der Verband hat aktuell 147 Mitglieder. Bei der Vereinigung, die für die Vorbereitung der Wahlen auf Bundes- Landes- und Bezirksebene zuständig ist, sind es 44. In Gammelsdorf wurde der 14. FW-Ortsverband im Landkreis aus der Taufe gehoben, daneben gibt es noch unabhängige Gruppierungen, die den Freien Wählern nahestehen und Bewerber für die Wahl des Kreistags stellen. „Wir werden eine interessante Liste mit kompetenten und engagierten Persönlichkeiten stellen“, kündigte die Kreisvorsitzende an. Am 30. Oktober sollen die Kandidaten offiziell nominiert werden. Fest steht der Landratskandidat: Helmut Petz, Richter am Bundesverwaltungsgericht, der bereits als Jurist im Landratsamt tätig war. Er versprach einen sachlichen, fairen Wahlkampf und umriss seine Ziele: eine verträgliche Siedlungsentwicklung, innovative Verkehrskonzepte und eine Landkreis-Verwaltung, die „gemeinsame Lösungen mit den Bürgern suchen“ solle. Der Landtagsabgeordnete Benno Zierer führt den Zulauf zu den Freien Wählern auf die erfolgreiche Arbeit in der Landesregierung zurück. Man habe Familien mit dem Kindergartenzuschuss von 100 Euro entlastet, den Härtefallfonds für Straßenausbaubeiträge durchgesetzt, Hebammen mit einem Gründerbonus unterstützt, Dorfwirtshäuser gefördert und Kommunen bei der Sanierung ihrer Schwimmbäder unter die Arme gegriffen. Mit der Regierungsbeteiligung der FW sei auch das „letzte Zeitfenster geschlossen, in dem eine dritte Startbahn noch zu realisieren gewesen wäre“, ist sich Zierer sicher. Im Zuge der Klimadebatte sei der Flugverkehr zurecht in den Fokus gerückt. „Unter diesen Voraussetzungen wird es auch in Zukunft keine politische Mehrheit für eine dritte Bahn geben“, erklärte Zierer. Vizelandrat Robert Scholz gab einen kurzen Überblick über die wichtigsten Themen der Kreispolitik, vom Bau der neuen Berufsschule in Freising über Investitionen in den Radwegebau und Aktivitäten beim Umweltschutz, den Scholz als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ sieht. In Vertretung von Rainer Schneider berichtete Marianne Heigl über die Arbeit des Bezirkstags, in dem die Fraktionen gerade gemeinsam an „Visionen“ für den Aufgabenzuschnitt und die Schwerpunkte des Bezirks im Jahr 2030 arbeiten.